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LK Sowi simuliert EU-Sondergipfel in Düsseldorf

"Es war sehr interessant mal in die Rolle eines EU-Sondergipfel-Mitglieds zu schlüpfen und zu versuchen, seine eigene Meinung gegen die anderen Länder durchzusetzen." Ungefähr so beschrieben die SchülerInnen der Sowi GKs der Q1 die Erfahrung, die sie in einem Planspiel eines EU-Sondergipfels machen durften. Am 29.06.17 sind die Kurse gemeinsam nach Düsseldorf ins Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gefahren, um dort über die europäische Flüchtlingskrise zu diskutieren. Nachdem drei junge Referenten den Schülern einige allgemeine Informationen zu der Flüchtlingspolitik in der EU mitgeteilt haben, wurde jedem Schüler ein EU-Land zugeteilt. Und dann ging es für die zeitweise ernannten Bundeskanzler, Regierungschefs und Ministerpräsidenten darum, eine gemeinsame Lösung für die Krise zu entwickeln. "Jedes Land hat andere Voraussetzungen, Einstellungen und Möglichkeiten, um der Krise ein Ende zu setzen. So war es wirklich schwierig, eine Lösung zu finden, die für jeden in Ordnung war." Trotz der schwierigen Verhandlungsumstände und der Notwendigkeit, dass eine Entscheidung nur einstimmig getroffen werden konnte, haben die SchülerInnen eine gemeinsame Lösung gefunden, mit der alle Vertreter der Länder einverstanden waren. "Koalition der Willigen" war ein Kompromiss, der zwar zu Beginn und im Laufe der Verhandlungen nicht als erstrebenswert erachtet wurde, dennoch aber durchaus als realistisch eingeschätzt werden darf, vergleicht man diesen mit der zur Zeit gängigen Praxis in der EU-Flüchtllingspolitik. Der Ausflug war insgesamt sehr informativ und hat den SchülerInnen die Schwierigkeiten innerhalb der EU verdeutlicht, gemeinsame Lösungen zu finden, das nationale Interesse nicht zu vernachlässigen, aber auch die europäischen Werte zu verteidigen.

Abiturientia 2017 feierlich verabschiedet

Die diesjährige Verabschiedung der Abiturientia begann mit einem besonders gestalteten Gottesdienst zum Thema „Freiheit“. Ein Vorbereitungsteam der Schüler hatte zusammen mit den verantwortlichen Geistlichen diesen Gottesdienst geplant und mit ansprechenden Texten und Liedern durchgeführt. Nach dem bereits zur Tradition gewordenen Fototermin an der Schulhoftreppe startete die feierliche Verabschiedung in der Aula des Schulzentrums. Die Schulleiterin Ursula Ellenbracht lobte in ihrer Ansprache die Abiturientia mit den Worten: „Ihr seid ... ihr wart eine richtig tolle Stufe“. Mit Beispielen, die die sehr guten erzielten fachlichen Leistungen und zugleich auch das immer wieder gezeigte soziale Engagement herausstellten, konnte sie dies präzise belegen. Dies wurde auch durch das Beratungslehrerteam, Frau Sandra Schindler und Herr Christian Stock, noch einmal deutlich, die anhand eines „Abi-Abschluss-Navigators“ dieser Abiturientia beste Noten bescheinigte. Auch der Elternvertreter, Herr Andreas Steinberg, schloss sich dieser Meinung aus Überzeugung an. Das Grußwort der Stadt Dülmen überbrachte der stellv. Bürgermeister Herr Hugo Ruthmann. Alle Redner bedankten sich intensiv für die ausgezeichnete pädagogische Begleitung dieser Abiturientia bei den Kolleginnen und Kollegen des Annette-Gymnasiums. Mit Unterstützung des Fördervereins wurden die Leistungskursbesten und zusätzlich vier weitere Schülerinnen für ihr besonderes soziales Engagement mit einem Buchgutschein geehrt. Das beste Abitur mit der Traumnote 1,0 schaffte Malin Stüwe. Bei der individuellen Übergabe der Abiturzeugnisse durch die Schulleiterin bekam jeder Schüler von dem Beratungslehrerteam eine Rose und eine Karte mit dem Zitat der Einladungskarte: “Neue Wege entdecken“. Das musikalische Rahmenprogramm wurde durch Mitglieder der Abiturientia sowie von Kollegiumsmitgliedern gestaltet. Den Schlusspunkt dieser sehr gelungenen Veranstaltung setzten alle Abiturientinnen und Abiturienten auf der Bühne mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Feuerwerk“, bevor der Abend mit einem Sektempfang beendet wurde. Eine Fotostrecke der DZ findet man hier: http://www.dzonline.de/Foto/Lokales/Kreis-Coesfeld/Duelmen/Entlassfeier-der-Abiturienten-am-AvD-Gymnasium-Duelmen-2017

„Life back home“ am AvDHG

Familie, Frieden, Schule, Studium - Krieg und ständige Todesangst - Flucht nach Bulgarien - Gefängnis - 1 Jahr später weiter nach Deutschland - und hier ein besseres Leben? So ungefähr sah das Leben von Mohammed [...] bisher aus. Durch Vermittlung von Frau Bäther, Projektkoordinatorin des Mehrgenerationenhauses in Dülmen, konnte ein Kontakt zwischen der Organisation ‚Life back home‘ und dem Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium hergestellt werden, und Dank des Besuches der Organisation "Life back home" an unserer Schule konnten Mohammed und Jafaar, zwei aus Syrien stammende, junge Männer, ihre Geschichte dem Grundkurs Sozialwissenschaften der Q1 am 19.06.2017 erzählen. Dabei hörten die Schüler zwei völlig unterschiedliche Geschichten: Einer der beiden, Mohammed, ist vor dem Krieg geflohen, um zu überleben und seiner Familie zu helfen. Diese ist später, wie er, geflohen und lebt nun auch in Deutschland. Er selbst setzt sich hier für Integration ein und möchte in Deutschland sein Abitur nachholen, um eine Fachhochschule besuchen zu können. Jafaar dagegen ist von Anfang an legal, mit einem Visum in Deutschland eingereist. Er hat bereits in seinem Heimatland studiert und besucht momentan einen Deutsch-Kurs, damit er in seiner neuen Heimat einen Master an der Uni machen kann. Die Schüler sind begeistert von den Geschichten! "Es war mal was anderes, diese Sachen aus dem Mund von jemanden zu hören, der das alles erlebt hat, statt nur die Bilder im Fernsehen zu sehen." Besonders erstaunt waren die Schüler wegen der Unterschiede der Kulturen und der Vorher-Nachher-Bilder, welche die jungen Männer gezeigt haben, aber auch davon, dass sie sehr gut Deutsch sprachen. Beide wollen nach dem Krieg zurück in „ihre Heimat Syrien“ und man sah die Sehnsucht quasi in ihren Augen. Die Schüler wünschen den Beiden noch alles Gute für ihr weiteres Leben und halten die Aktion "Life back home" für ein sehr gelungenes Projekt!

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