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Zeitzeugenabend 2012

Im Rahmen des Projekttages 'Begegnung mit dem Nationalsozialismus aus Opfer- und Täterperspektive' besuchte die Holocaus-Überlebende Erna de Vries unsere Schule, um den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9, aber auch Interessierten aus der Schulgemeinde aus ihrem bewegten Leben als 'Opfer' des Nationalsozialismus zu berichten. Die knapp 200 Gäste erlebten einen Abend, der ihnen wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird, denn der 89-jährigen Frau de Vries gelang es, die Besucher fast zwei Stunden mit ihrer Lebensgeschichte in ihren Bann zu ziehen. Sie berichtete von ihrer durch die Nationalsozialisten zerstörten Jugend bis hin zu ihrer Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, der Rettung vor der Gaskammer und der endgültigen Befreiung aus der Gefangenschaft im Konzentrationslager Ravensbrück. So wurde die Überlebensgeschichte diese mutigen Frau für Schüler, Eltern und Lehrer ein Stück weit fassbar, ebenso wie die sprachlos machenden Verbrechen der Nationalsozialisten. Ihre lebendige und aufrichtige Art der Schilderung ihres Lebens in der Verfolgung und ihre Offenheit in der anschließenden Fragerunde ließ das Ziel des Zeitzeugenabends ein gutes Stück weit näher rücken: nicht zu vergessen, was passiert ist, sich der daraus erwachsenden historischen Verantwortung im 'hier und heute' in einem adäquaten Maß zu stellen und so aus der Geschichte für die Gegenwart zu lernen. Dass Frau de Vries dies mit ihren 89 Jahren bei den Zuhörern erreicht hat, spiegelte sich nicht nur in dem großen Applaus, sondern auch in den umfangreichen Spenden für das Projekt 'Bäume für Israel' wider, wofür Frau de Vries als Zeichen der Solidarität für Israel warb.

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