Einblicke in die Nanotechnologie-Forschung im CeNTech

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Einblicke in die Nanotechnologie-Forschung im CeNTech
Beide Physik-Leistungskurse des AvDH-Gymnasiums in Begleitung ihrer Fachlehrer Daniel Jessing und ihrer Fachlehrerin Dr. Tanja Jahnke-van Wüllen sowie der Projektkurs Materialwissenschaften der Jgst. Q1 besuchten das CeNTech (Center for Nanotechnology) in Münster. Hier konnten die 32 Schülerinnen und Schüler hautnah aktuelle Forschung miterleben:
Drei Forschungsgebiete wurden vorgestellt:
Herr Prof. Dr. Harald Fuchs berichtete von seinem Forschungsgebiet der Nanostrukturen auf Oberflächen. Während chemische Reaktionen im Reagenzglas nach dem Zufallsprinzip funktionieren, werden auf Goldoberflächen lange Moleküle gezielt zu noch längeren Molekülen verknüpft. Wie Spaghetti müssen die Moleküle in den Rillen der Oberfläche angeordnet werden. So entstehen neue Materialien, die im Reagenzglas nicht realisierbar wären.
Frau PhD Anna Bakkers Forschungsgebiet sind die kleinsten Motoren der Welt. Durch Adsorption von Carben-Verbindungen auf Goldoberflächen entstehen Propeller, die nur 0,000001 mm groß sind. Mit der Rastertunnelmikroskopie lassen sich die einzelnen Positionen des Propellers eindeutig bestimmen.
Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Wolfram Pernice stellt Lichtwellenleiter im Nanobereich her. Diese Nano-Chips sind nicht größer als ein Daumennagel und dünn wie ein Papier und beinhalten optische Schaltkreise als Grundbausteine für zukünftige Quantencomputer.
Im Anschluss an diese sehr spannenden Vorträge hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit in kleinen Gruppen die Forschungslabore zu besichtigen und über den Alltag mit all den Hürden, die vor den sensationellen Entdeckungen liegen, mehr zu erfahren.
Wir danken dem ganzen Team für die eindrucksvollen Präsentationen und vor allem auch die Möglichkeit faszinierende Physikforschung unmittelbar mitzuerleben.