Erprobungsstufe

Haupt-Reiter

Die Erprobungsstufe

Nach vierjähriger Grundschulzeit ist der Übergang zum Gymnasium ein bedeutender Schritt in der Schullaufbahn eines jeden Kindes. Der Schulwechsel ist verbunden mit einer Trennung von „Vertrautem“ und damit vielleicht mit Unsicherheit und Ängstlichkeit, aber auch einer großen Vorfreude und Neugierde auf das „Neue“. Dem tragen wir mit unserem Konzept Rechnung:

Vor dem Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium informieren wir alle interessierten Eltern, Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen an einem „Infoabend“ und einem „Infotag“ im Januar über die vielfältigen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten des Annette-Gymnasiums und ermöglichen ihnen, Gespräche mit allen Vertretern der Schulgemeinde (Schüler, Lehrer und Eltern) zu führen. Zusätzlich bieten wir den Eltern persönliche Beratungsgespräche mit der Schulleitung an. Nach der Anmeldung bilden wir unter Berücksichtigung der Wünsche der neuen Schülerinnen und Schüler die Klassenzusammensetzung. An einem Kennenlernnachmittag noch vor den Sommerferien treffen sich die neuen Klassen zum ersten Mal, um sich untereinander und ihre beiden Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer kennen zu lernen.

Die Klasse 5 beginnt das neue Schuljahr mit einer Phase der Orientierung durch die besondere Gestaltung des Einschulungstages und der weiteren ersten Tage (sanfter Übergang). Dabei legen wir auf folgende Aspekte besonderen Wert: intensiver Kontakt zu den neuen Mitschülern und den Klassenlehrern, Erkunden der neuen Schule und des Schulweges, Aktivitäten mit den beiden Klassenpaten aus einer höheren Klasse. Die Klassenpaten, die auch zu Streitschlichtern ausgebildet werden, stehen den Schülern u.a. in der Patenpause mit Rat und Tat zur Seite. Die beiden Klassenlehrer unterrichten möglichst viele Fächer in ihrer Klasse, so halten wir die Zahl der unterrichtenden Lehrer möglichst gering. In der Orientierungsstunde ist Zeit, die neuen Lernbedingungen regelmäßig anzusprechen und moderne Arbeitstechniken und Lernmethoden zu üben. Unsere Konzepte „Lernen lernen“ und „Erwachsen werden“ führen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet und dennoch behutsam in die Schulform Gymnasium ein. Kurz nach Schulbeginn wandern wir am Kennenlernwochenende nach Haltern, damit sich die Klassen und am Samstagvormittag auch die Eltern bei unterschiedlichen Spiel- und Sportaktionen näher kennen lernen können. Durch den Zoobesuch in Rheine, das Stadtspiel in Dülmen, den Besuch der Stadtbücherei, dem Mädchen-und Jungenleseabend und weitere themengebundene Wandertage sowie Sportfeste begünstigen wir die soziale Integration in den Klassen. Im Annette-Projekt zum Ende des ersten Halbjahres erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler selbständig Interessantes aus dem Leben von Annette von Droste-Hülshoff und lernen so die Namenspatronin ihrer Schule kennen.

In der Klasse 6 werden viele der in Klasse 5 begonnenen Projekte fortgeführt und vertieft. Unterstützt wird das Klassenlehrerteam weiterhin durch die beiden Klassenpaten. In der Orientierungsstunde werden weitere Module unserer Konzepte „Lernen lernen“ und „Erwachsen werden“ besprochen. Die Klassenfahrt nach Vechta zu Beginn des Schuljahres, der Besuch der Phänomenta in Lüdenscheid, die Exkursion im Rahmen des Geschichtsunterrichts und die Sportfeste tragen zur weiteren Entwicklung der Klassengemeinschaft bei. Bei der Fortführung des Annette-Projektes erhalten die Schülerinnen und Schüler vertiefte Einsichten in die Zeit der Annette von Droste-Hülshoff. Mit dem Elternpraktikum gewinnen sie einen ersten Einblick in die Arbeitswelt.

Die Erprobungsstufe bildet eine pädagogische Einheit, die das fünfte und sechste Schuljahr umfasst und in der die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 übergehen. Die beiden Jahre dienen der Erprobung der Schulform Gymnasium. Die Ergänzungsstunden in Deutsch, Englisch und Mathematik, das Konzept zur individuellen Förderung und Forderung mit den Sprechstunden zur Begabungsförderung und zur Lernberatung und Lernbegleitung sowie vielfältige Arbeitsgemeinschaften wecken, entfalten und stärken dabei die Fähigkeiten und Interessen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers.

Von Anfang an beobachten wir das Lern- und Sozialverhalten des Einzelnen, wir begleiten seinen Lernfortschritt, bestärken gute Entwicklungen und pflegen bei Problemen einen "kurzen Draht" zum Elternhaus. An den Elternsprechnachmittagen besteht die Möglichkeit für Eltern und Schüler, sich regelmäßig beraten zu lassen. Vor allem bei Schwierigkeiten können die Eltern in Einzelgesprächen mit dem Lehrer bzw. der Lehrerin nach gemeinsamen Lösungswegen suchen. Wir verstehen die Erprobungsstufenkonferenzen eines Schuljahres in diesem Sinne als Entwicklungskonferenzen, auf denen sich die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer über die persönliche Entwicklung eines jeden Schülers austauschen. Am Dülmener Lehrersprechtag vor den Osterferien treten die Klassenlehrerteams der Klassen 5 mit den ehemaligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Grundschulen in den Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus pflegen wir den Austausch mit den Grundschulen und den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen der 4. Klassen und führen gegenseitige Hospitationen durch. Der intensive Austausch über die Entwicklung eines jeden Schülers wird bis zum Ende der Klasse 6 fortgesetzt, so dass am Ende des Schuljahres über die weiter zu besuchende Schulform entschieden werden kann.

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet immer montags der Nachmittagsunterricht statt. An diesem Campustag bleiben die Schülerinnen und Schüler in der 60-minütigen Mittagspause in der Schule und nutzen die Angebote sowohl zur Verpflegung als auch zu Spiel, Sport und Entspannung. Anschließend wird der Unterricht für 2 Stunden fortgesetzt. An Nicht-Campustagen bietet unser offenes Ganztagsangebot die Möglichkeit zur freiwilligen Übermittagsbetreuung mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft.

Haben Sie Fragen zur Erprobungsstufe?

Sie erreichen mich montags bis freitags während des Vormittags. Gerne können Sie auch einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

Ansprechpartnerin für Fragen zur Erprobungsstufe:

Anke Heiduschka (Erprobungsstufenkoordinatorin)

E-Mail: erprobungsstufe@avd.duelmen.org