Holocaustüberlebende Erna de Vries zu Gast am Annette-Gymnasium

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Die 93-jährige Holocaust-Überlebende Erna de Vries besuchte am Freitag zum mittlerweile dritten Mal unsere Schule. Im Rahmen des Projekttages 'Begegnung mit dem Nationalsozialismus aus Opfer- und Täterperspektive' berichtete sie den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und Q1, aber auch Interessierten aus der Schulgemeinde aus ihrem bewegten Leben als 'Opfer' des Nationalsozialismus. Dabei gelang es Frau de Vries, die ca. 140 Zuhörer fast zwei Stunden mit ihrer Lebensgeschichte in ihren Bann zu ziehen. Sie berichtete von ihrer durch die Nationalsozialisten zerstörten Jugend bis hin zu ihrer Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, der Rettung vor der Gaskammer und der endgültigen Befreiung aus der Gefangenschaft im Konzentrationslager Ravensbrück.
So wurde die Überlebensgeschichte dieser mutigen Frau für Schüler, Eltern und Lehrer ein Stück weit fassbar, ebenso wie die sprachlos machenden Verbrechen der Nationalsozialisten. Ihre lebendige und aufrichtige Art der Schilderung ihres Lebens in der Verfolgung und ihre Offenheit in der anschließenden Fragerunde ließ das Ziel des Zeitzeugenbesuches ein gutes Stück weit näher rücken: nicht zu vergessen, was passiert ist, sich der daraus erwachsenden historischen Verantwortung zu stellen und so aus der Geschichte für die Gegenwart zu lernen. Das Foto zeigt Stephan Querl von unserem Kooperationspartner der Villa ten Hompel in Münster, Zeitzeugin Erna de Vries, Schulleiterin Ursula Ellenbracht und Geschichtslehrer / Projektkoordinator Christian Stock.