Kinder-Uni: „Warum gibt es Armut auf der Welt?“

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Mit Prof. Dr. Thomas Apolte war ein ausgewiesener Experte für Ökonomische Politikanalyse von der WWU Münster Gast für die Weihnachtsvorlesung der Kinder-Uni in Dülmen. Er erklärte sehr eindrucksvoll den Jungstudierenden die Voraussetzungen dafür, dass es Wohlstand in einem Land gibt und nicht Armut. Dafür nutzte er Beispiele aus seinem eigenen Leben. Er präsentierte den Studierenden anhand seiner Oma Mathilde, Jahrgang 1905, was sich in der Zeit bis heute alles verändert hat und wie Deutschland sich zu einem reichen Land entwickelt hat. Inzwischen zählt Deutschland heute zu einem der reichsten Länder der Erde. Als Kontrast dazu erläuterte Prof. Apolte die heutigen Lebensbedingungen in Burundi, einem Staat in Afrika. Pro Person stehen hier den Menschen nur 150€ pro Jahr zur Verfügung, in Deutschland sind es dagegen 38550€. Damit ein Land reicher wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Es muss Frieden geben und die soziale Infrastruktur muss in der Lage sein, die sozialen Spannungen in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Beachtenswert ist in den letzten Jahren die Tatsache, dass die armen Länder der Erde sehr stark aufgeholt haben, so dass Armut und Ungleichheit des Einkommens in der Welt drastisch zurückgegangen sind. Er betonte zugleich, dass es sehr wichtig sei, dass bereits Kinder früh etwas über diese Situationen wissen, um Verständnis und Toleranz zu entwickeln. Aktuell wurde es zum Ende der Vorlesung. Prof. Apolte machte deutlich, dass sinkende Armut sehr stark mit den weltweiten Migrationsbewegungen zu tun haben. Migrationsursachen zu bekämpfen bedeutet dafür zu sorgen, dass Frieden in diesen Ländern herrscht und es damit weniger Kriegsflüchtlinge geben wird.„Sehr interessant, wie uns die Zusammenhänge zur Armut verdeutlicht wurden“, so eine der Jungstudierenden.