Lernen an einem außerschulischen Ort – „Hitlers Tischgespräche“

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Lernen an einem außerschulischen Ort – „Hitlers Tischgespräche“
Am 30.11.2017 besuchten wir, der Q2 Geschichts-LK von Frau Burkamp, die Villa ten Hompel in Münster, um uns die „Tischgespräche, Hitlers Monologe über Gott und die Welt“ anzuhören. Der Historiker und Kabarettist, Andreas Breiing, inszenierte Hitlers Monologe im Führerquartier (1941-1944) und brachte uns so die Person Hitlers auf eine sehr authentische Weise näher.
Verführung, Faszination und Gewalt waren eingesetzte Stil- und Machtmittel in der NS-Diktatur, was wir in unserer aktuellen Unterrichtsreihe bereits erlernten, und uns dies Herr Breiing nun durch seine Darbietung sehr wirklichkeitsnah erfahren ließ. Auffallend in dem Vortrag waren Hitlers Gedankensprünge: So referierte er eben noch über den Vegetarismus seiner Schäferhündin, um kurz darauf über seinen Haftaufenthalt zu sinnieren.
Wir saßen sozusagen gemeinsam mit Hitler in einem Tischkreis und bekamen einen faszinierenden Eindruck davon, wie es sich Zuhause bei „Hitlers historischen Tischgesprächen“ zugetragen haben könnte.
Nach der Vorstellung haben wir unsere Eindrücke und Gedanken mit dem Schauspieler und den anderen Zuhörern ausgetauscht und Fragen gestellt. Dies half uns, das eben Gehörte zu verarbeiten und zu reflektieren.
Unsere Gefühle gingen von Beklemmung, über Befremdung bis hin zu Abscheu, aber auch Faszination spielte eine Rolle bei vielen von uns. Viele Widersprüche in den vorgetragenen Aussagen Adolf Hitlers wurden deutlich. Diese Art der Auseinandersetzung mit der Person und dem Menschen Adolf Hitler war für uns neu und einmalig.
Für alle war es ein spannender, lehrreicher Abend über den man noch länger nachdenken wird.
(Lena Espeter)