„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch,…“

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„Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch,…“
Ausgehend von diesem Ausspruch des Philosophen und Soziologen Theodor Adorno 1949, haben sich die Schüler der Klasse 9a Gedanken zum „Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus“ gemacht. Am 29. Januar fand in der Alten Sparkasse die Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktages vom Fachbereich Kulturförderung der Stadt Dülmen und der Volkshochschule statt. Neben einer Schülergruppe der Kardinal-von-Galen Hauptschule, die ebenfalls einen Beitrag präsentierte, haben die Schüler unserer Schule Gedichte von Überlebenden des Holocaust und einem Widerstandskämpfer vorbereitet, die uns zeigen, dass dieses, zunächst so aufgefasste Darstellungsverbot Adornos, überholt erscheint. Heute, mehr als 70 Jahre nach Auschwitz und dem unvorstellbaren Leid und Sterben in den Konzentrationslagern, ist klar, dass diese Lyrik den Menschen, die dieses Leid erfahren haben, Halt und Kraft gegeben hat, das Erlebte zu verarbeiten. Sie zeugen von Mut, Stärke und Hoffnung. Wir sind davon überzeugt, dass jegliche sprachliche und bildliche Auseinandersetzung mit Auschwitz ihre absolute Berechtigung hat, wenn sie dazu dient, das Geschehene nicht zu vergessen und zu verdrängen. Für uns ist es heute keine Frage mehr von persönlicher Schuld, aber wir sind dazu verpflichtet uns zu informieren, damit so etwas wie Auschwitz nie vergessen wird und nie wieder passiert. Das bewegende Hörspiel-Feature, das von Anja Bilabel in ihrem „Lauschsalon“ präsentiert wurde, bildete den Abschluss der Veranstaltung.