Potenzialanalyse im Jg. 8: Was sind meine Stärken?

Haupt-Reiter

Potenzialanalyse: Was sind meine Stärken?

Was kann ich besonders gut, was eher nicht? Wo liegen meine Interessen? Diese Fragen sollten am Anfang der Berufsfindungsphase stehen und im gesamten Prozess der Berufs- und Studienorientierung immer wieder überprüft werden.
Deswegen steht am Anfang des Landesprojektes „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA), das für alle weiterführenden Schulen in NRW ab Klasse 8 verbindlich ist, die Potenzialanalyse. Die drei Klassen der Stufe 8 waren vom 28. bis 30. November dafür je einen Tag von 8-14.30 Uhr bei den Handwerks-Bildungsstätten in Dülmen, die die Ausschreibung als Bildungsträger für den Kreis gewonnen haben. In den Räumen am Ostdamm sollten die Schülerinnen und Schüler in Vierergruppen unter Anleitung und Beobachtung von zwei Mitarbeitern ihre sozialen, fachlichen und methodischen Kompetenzen in zwölf verschiedenen Übungen testen, etwa wenn die Gruppe den Plan einer Wohnung bekommt und für sich klären muss, wer welches Zimmer in einer Vierer-WG und wer welche Möbel bekommt, es wurden Klassenfeste geplant, Figuren ausgeschnitten, angemalt und Holzfische ausgefeilt (Foto), dazu kam noch ein „Situativer Interessens-Test“ am Computer.
Die Ergebnisse der Potenzialanalyse, einschließlich der Selbst- und der Fremdeinschätzung, werden allen Schülerinnen und Schülern am 12. Dezember in halbstündigen Einzelgesprächen erläutert, an denen auch Eltern teilnehmen können. Die Schülerinnen und Schüler waren von den abwechslungsreichen Übungen sehr angetan und lobten die angenehme Atmosphäre.

Training in Klasse 8: Wie schreibe ich eine Bewerbung?

Darf ich mich in einem Bewerbungsgespräch nach dem Gehalt erkundigen? Wie sieht ein gutes Bewerbungsfoto aus? Welche Hobbies sollte ich nennen, welche eher nicht? Warum ist „Sehr geehrte Damen und Herren“ keine gute Anrede?
Um diese Fragen drehte sich das Bewerbungstraining, das Herr Tom Brösing und Herr Robin Dittmann von der Barmer GEK Dülmen für die drei Klassen der Stufe 8 Ende November angeboten haben. Schon der Einstieg ließ die Schülerinnen und Schüler hellhörig werden: Auf die sechs Ausbildungsplätze der Barmer GEK würden sich immer 500-600 Interessenten bewerben – mit einer so hohen Zahl hätten die Achtklässler nicht gerechnet. Rund die Hälfte der Bewerbungen würde aufgrund von Formfehlern direkt aussortiert, erklärten die beiden Mitarbeiter der Barmer – um dann an Positiv- und Negativbeispielen sowie kurzen Rollenspielen detailliert zu erläutern, wie man eine überzeugende Bewerbung schreibt. Das neue Wissen können einige der Schülerinnen und Schüler auch bald umsetzen, wenn sie sich um Stellen für das Schülerbetriebspraktikum in der Stufe 9 bewerben.