Trierfahrt 2011

Haupt-Reiter

Weitgehend wohlbehalten melden sich die Lateingruppen der Jahrgangsstufe 8 mit den begleitenden Lehrern von einer im Ganzen gelungenen und in Teilen aufregenden Fahrt zurück. Der Wettergott meinte es ausnehmend gut mit uns: Wir durften das schöne Trier und die herrliche Mosellandschaft bei traumhaftem Wetter genießen. Noch lachten auch die Kandidaten für die Landtagswahl von ihren Plakaten auf uns nieder …
Unser erster Programmpunkt erwies sich auch als der attraktivste, darf man den ersten Umfragen Glauben schenken: die Schauspielerführung durch die Porta Nigra. Wortgewaltig und behende, spielerisch – humorvoll und teils auch tief philosophisch führte uns ein Zenturio durch das ehrwürdige Gemäuer und ließ uns auch in verschiedenen Rollen (Herr Kallenbach als Gott Bacchus!) an den historischen Ereignissen teilnehmen, die die „Porta Martis“, (das Tor des Kriegsgottes Mars ; so hieß es ursprünglich) überdauert hat.
Auch die weiteren Besichtigungen führten uns das Trier der Römerzeit vor Augen. Im Amphitheater ließen die Erzählungen der beiden Führerinnen die brutale Zeit der Tierhetzen und Gladiatorenkämpfe vor unserem geistigen Auge wiedererstehen. Nach den anschaulichen Schilderungen der für die damalige Zeit äußerst modernen und komfortablen Badeanlagen der Kaiserthermen erfuhren wir dann zu unserem Erstaunen, dass diese nie in Betrieb waren, da der Kaiser sich inzwischen eine neue Residenz ausgeguckt hatte … Verschwendung von Staatsgeldern ist also wohl keine neue Erfindung!
Ein weiterer Höhepunkt wäre sicherlich der Besuch der Villa Borg in Perl-Borg geworden, hätte uns nicht ein Unfall direkt vor uns auf der Strecke dort hin ausgebremst. Pech - aber auch Glück im Unglück, es hätte unseren Bus auch treffen können. Mit einem Besuch im Rheinischen Landesmuseum endete am Freitag unser Aufenthalt, der dank des begnadeten Wetters, einer gutgelaunten Mannschaft und der fürsorglichen Betreuung im Haus Gillenbach sicher in guter Erinnerung bleiben wird.