Zeitzeuge Hartmut Topf berichtet über seine Familie als Ofenbauer von Auschwitz

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Zeitzeuge Hartmut Topf berichtet über seine Familie als Ofenbauer von Auschwitz

Im Rahmen des Projekttages Geschichte ‚Begegnung mit dem Nationalsozialismus aus Opfer- und Täterperspektive’ fand am vergangenen Montag für alle Schüler der Jahrgangsstufe 9 und interessierte Eltern eine Begegnung mit einem Zeitzeugen aus der Zeit des Holocaust im Forum unserer Schule statt.

In diesem Jahr besuchte Hartmut Topf aus Berlin unsere Schule. Er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die grauenerregende Geschichte seiner Familie ans Licht zu bringen: Das Unternehmen Topf&Söhne entwickelte und lieferte die Krematorien und Gaskammer-Entlüftungsanlagen für die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Hartmut Topf berichtete den interessierten Schülerinnen und Schülern über die Geschichte der Firma, ihre Tätigkeiten in der Zeit des Nationalsozialismus und die Aufarbeitung der Firmengeschichte nach 1945 bis heute. Dabei war es ihm besonders wichtig, der Jugend mit auf den Weg zu geben, kritisch zu fragen und Ereignisse und Umstände nicht kommentarlos hinzunehmen, denn das, so Herr Topf, beinhalte die Gefahr, fehlerhafte politische Entwicklungen – wie so oft in der Zeit des Nationalsozialismus geschehen - als ‚Mitläufer’ mitzutragen. So beendete er auch seinen Vortrag mit einem Satz seines Vaters als Botschaft an die Zuhörer: „Junge, fragen kostet nichts!“