Zeitzeugen des Holocausts senden Botschaft der Verantwortung

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung des Projekttages ‚Nationalsozialismus aus Opfer- und Täterperspektive’ der Klassen 9 des Annette-Gymnasiums standen am Donnerstag, 9. Mai, Zeitzeugen aus der Zeit des Holocaust. In diesem Jahr besuchten Günther Otten und Karl Heinz Spanke aus Düsseldorf das Gymnasium und boten den interessierten Schülerinnen und Schülern einen beeindruckenden Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus und die damit verbundene Verfolgung der jüdischen Bevölkerung.

Günther Ottens Großeltern wurden von Yad Vashem, der weltweit bedeutendsten Gedenkstätte an den Holocaust in Jerusalem, in die Ehren-Reihe der ‚Gerechten unter den Völkern’ aufgenommen, da sie den Großvater von Karl Heinz Spanke vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt haben. So ging es in der Veranstaltung nicht nur um eine spannende Rettungsgeschichte von jüdischen Mitbürgern, die der mittlerweile 92-jährige Karl-Heinz Spanke detailliert und lebendig schilderte, sondern auch um Fragen von Mut und Auflehnung in Zeiten von Unterdrückung und Verfolgung.

Besonders wichtig war es dabei den Gästen im Rahmen der von Theo Schwedmann, dem Initiator des Bildungsprogramms ‚Erziehung nach Auschwitz’, moderierten Gesprächsrunde, den Schülern mit auf den Weg zu geben, dass sie nicht die Schuld an den Verbrechen des Holocaust tragen, aber die Verantwortung, die Geschichte zu kennen, sich mit ihr kritisch auseinanderzusetzen und für die Gegenwart verantwortungsvolle Schlüsse daraus zu ziehen.