Erprobungsstufe

Die Erprobungsstufe

Nach vierjähriger Grundschulzeit ist der Übergang zum Gymnasium ein bedeutender Schritt in der Schullaufbahn eines jeden Kindes. Der Schulwechsel ist verbunden mit einer Trennung von „Vertrautem“ und damit vielleicht mit Unsicherheit und Ängstlichkeit, aber auch einer großen Vorfreude und Neugierde auf das „Neue“. Anknüpfend an die positiven Erwartungen des Schulwechsels ist die Erprobungsstufe so gestaltet, dass sich die Grundschülerinnen und -schüler in den kommenden Jahren wohl fühlen können, gern zur Schule kommen und mit Freude die neuen Herausforderungen annehmen.

Aktueller Hinweis: Einige Veranstaltungen können aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden aktuellen Schutzmaßnahmen nur eingeschränkt, in veränderter Weise bzw. gar nicht stattfinden.

Vor dem Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium informieren wir alle interessierten Eltern an einem „Infoabend“ im Dezember über die vielfältigen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten des Annette-Gymnasiums. Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen und ihre Eltern erleben dann im Januar an einem „Tag der offenen Tür“ diese Aktivitäten hautnah. In Gesprächen mit allen Vertretern der Schulgemeinschaft (Schülerschaft, Lehrkräfte und Eltern) können Interessierte unsere Schule individuell und persönlich kennenlernen. Darüber hinaus ermöglichen wir Grundschülerinnen und Grundschülern an Schnuppertagen, den Unterricht an unserem Gymnasium kennenzulernen. Bis zu den Anmeldungen im Februar bieten wir den Eltern zusätzliche persönliche Beratungsgespräche mit der Schulleiterin oder / und der Erprobungsstufenkoordinatorin an. Nach der Anmeldung stellen wir unter Berücksichtigung der Wünsche der neuen Schülerinnen und Schüler die Klassen zusammen. An einem Kennenlernnachmittag noch vor den Sommerferien treffen sich die neuen Klassen zum ersten Mal, um sich untereinander und ihr Klassenleitungsteam kennen zu lernen.

Die Klasse 5 beginnt das neue Schuljahr mit einer Phase der Orientierung durch die Gestaltung eines Willkommensprogramms in den ersten Schultagen (sanfter Übergang).Wir nehmen uns Zeit für das Ankommen der “Neuen”, z.B. beim Erkunden der neuen Schule und ihres Umfeldes zusammen mit dem Klassenleitungsteam und bei Aktivitäten mit den beiden Klassenpatinnen und Klassenpaten aus einer höheren Klasse. Die ausgebildeten Oberstufenschülerinnen und -Schüler stehen der Klasse u.a. in der Patenpause mit Rat und Tat zur Seite. Das Klassenleitungsteam unterrichtet möglichst viele Fächer in der Klasse, so halten wir die Zahl der unterrichtenden Lehrkräfte möglichst gering. In der Orientierungsstunde ist Zeit, die neuen Lernbedingungen regelmäßig anzusprechen und moderne Arbeitstechniken und Lernmethoden zu üben. Unsere Konzepte „Lernen lernen“ und „Erwachsen werden“ führen die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet und dennoch behutsam in die Schulform Gymnasium ein. Der Informatikunterricht bereitet sie auf den fachspezifischen Einsatz des Computers und des Tablets vor. Kurz nach Schulbeginn wandern wir am Kennenlernwochenende nach Reken, damit sich die Klassen und am Samstagvormittag auch die Eltern bei unterschiedlichen Spiel- und Sportaktionen näher kennenlernen können. Durch den Zoobesuch in Rheine, das Stadtspiel in Dülmen, den Besuch der Stadtbücherei, den Mädchen-und Jungenleseabend und weitere themengebundene Wandertage sowie Sportfeste fördern wir die soziale Integration in den Klassen.

In der Klasse 6 werden viele der in Klasse 5 begonnenen Projekte fortgeführt und vertieft. Unterstützt wird das Klassenleitungsteam weiterhin durch die beiden Klassenpatinnen und Klassenpaten. In der Orientierungsstunde werden weitere Module unserer Konzepte „Lernen lernen“ und „Erwachsen werden“ besprochen. Im Informatikunterricht wird der Umgang mit Anwenderprogrammen eingeübt. Die Klassenfahrt nach Vechta zu Beginn des Schuljahres, der Besuch des Science Center Phänomenta in Lüdenscheid, die Exkursion zum Archäologischen Museum in Herne und die Sportfeste tragen zur weiteren Entwicklung der Klassengemeinschaft bei.  Die Information und die Beratung zur Wahl der ab der Jahrgangsstufe 7 beginnenden zweiten Fremdsprache (Französisch oder Latein) werden im 2. Halbjahr in verschiedenen Veranstaltungen durchgeführt.

Die Erprobungsstufe bildet eine pädagogische Einheit, die das fünfte und sechste Schuljahr umfasst und in der die Schülerinnen und Schüler ohne Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 übergehen. Die beiden Jahre dienen der Erprobung der Schulform Gymnasium. Unser Konzept zur individuellen Förderung und Forderung mit den Sprechstunden zur Begabungsförderung und zur Lernberatung und Lernbegleitung sowie vielfältige Arbeitsgemeinschaften wecken, entfalten und stärken dabei die Fähigkeiten und Interessen jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers.

Von Anfang an beobachten wir das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten des Einzelnen, wir begleiten seinen Lernfortschritt, bestärken gute Entwicklungen und pflegen bei Problemen einen “kurzen Draht” zum Elternhaus. An den Elternsprechnachmittagen informiert das Klassenleitungsteam regelmäßig die Eltern und ihre Kinder über deren schulische Entwicklung. Vor allem bei Schwierigkeiten beraten die Lehrkräfte in ihren Sprechstunden auch kurzfristig die Eltern und suchen gemeinsam mit ihnen nach Lösungswegen. Wir verstehen die Erprobungsstufenkonferenzen eines Schuljahres in diesem Sinne als Entwicklungskonferenzen, auf denen sich die unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer über die individuelle Entwicklung einer jeden Schülerin oder eines jeden Schülers austauschen und im Hinblick auf die optimale Förderung der Schülerin bzw. des Schülers beraten. Am Dülmener Lehrersprechtag vor den Osterferien treten die Klassenleitungsteams der 5. Klassen  mit den ehemaligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der Grundschulen in den Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus pflegen wir den Austausch mit den Grundschulen und den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern der 4. Klassen und führen gegenseitige Hospitationen durch. Der intensive Austausch über die Entwicklung einer jeden Schülerin bzw. eines jeden Schülers wird bis zum Ende der Klasse 6 fortgesetzt, so dass am Ende des Schuljahres über die weiter zu besuchende Schulform entschieden werden kann.

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet kein verpflichtender Nachmittagsunterricht statt. Von montags bis donnerstags bieten wir eine freiwillige, flexible und verlässliche Nachmittagsbetreuung auf Wunsch und nach Bedarf an: Mittagessen in unserer Mensa, qualitätsvolle Hausaufgabenbetreuung von 13:45 Uhr bis 14:45 Uhr, vielfältige Arbeitsgemeinschaften wie z. B. Schülerzeitung, Lego-Robotik, Französisch, Musical, Modellbau… . Ihr Kind kann bis max. 15:50 Uhr an unserer Schule betreut werden.

Haben Sie Fragen zur Erprobungsstufe?

 

Sie erreichen mich montags bis freitags während des Vormittags. Gerne können Sie auch einen persönlichen Beratungstermin vereinbaren.

Ansprechpartnerin für Fragen zur Erprobungsstufe:

Anke Heiduschka (Erprobungsstufenkoordinatorin)

E-Mail: erprobungsstufe@avd.duelmen.org