Im Rahmen des Projekttages ‚Nationalsozialismus aus Opfer- und Täterperspektive’ der Jahrgangsstufe 9 und 10 konnte das Annette-Gymnasium nun schon zum sechsten Mal die mittlerweile 90-jährige Holocaust-Überlebende Eva Weyl aus Amsterdam gewinnen, die als Überlebende des Konzentrationslagers Westerbork in den Niederlanden einen sehr persönlichen Einblick in die Verfolgung ihrer Familie in der Zeit des Holocaust gab. Durch ihren lebendigen Vortrag gelang es Frau Weyl, für die Schülerinnen und Schüler eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart zu bauen – und ihnen eindrücklich deutlich zu machen, dass sie keine Schuld, aber in der Erinnerung an die Vergangenheit eine Verantwortung für die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft tragen, um Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern. Mit ihrem eindrücklichen Appell an die Zuhörerinnen und Zuhörer, zu denen in diesem Jahr auch eine Gruppe von Polizistinnen und Polizisten der Polizeiwache Dülmen gehörte, dabei immer sein Herz sprechen zu lassen und immer Mensch zu bleiben, wird sie sicher vielen in Erinnerung bleiben.
Nähere Infos zu Frau Weyl und ihrer Erinnerungsarbeit unter: www.evaweyl.nl



